Ausbildung Physiotherapeut
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Weiterbildung Physiotherapeut
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Physiotherapeuten beheben und lindern Beeinträchtigungen des menschlichen Bewegungsapparates. Dies kann durch manuelle oder passive Therapieformen geschehen. Die Ausbildung ist staatlich anerkannt, wird jedoch finanziell oft nicht vergütet.

Was ist ein Physiotherapeut?

Physiotherapie ist ein Heilberuf, der die bisherigen Berufe Masseur und Krankengymnast kombiniert. Patienten, die alters- oder gesundheitsbedingte körperliche Einschränkungen hinsichtlich ihres Bewegungsapparates aufweisen, werden von einem Physiotherapeuten mit geeigneten Bewegungsmethoden behandelt. Das Ziel ist hierbei eine Erhöhung der Beweglichkeit des Patienten respektive eine präventive Behandlung, um Bewegungseinschränkungen bereits im Vorfeld zu verhindern.

Ausbildung zum Physiotherapeuten

Der Beruf des Physiotherapeuten ist ein staatlicher Beruf, der an Berufsfachschulen für Physiotherapie unterrichtet wird. Die Ausbildung beträgt bundesweit einheitlich drei Jahre und endet mit einer Abschlussprüfung.

Das 17. Lebensjahr muss bei Ausbildungsbeginn beendet sein. Ein Realschul- oder ein Hauptschulabschluss mit abgeschlossener Berufsausbildung sind Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung des Physiotherapeuten.

Weiterhin sollten sie Interesse an Sport und Biologie mitbringen.

Fachpraktische Ausbildungsabschnitte sind neben theoretischen Inhalten wichtige Bestandteile der Ausbildung. Diese werden in einschlägigen Einrichtungen geleistet. Hierzu zählen etwa Rehabilitationseinrichtungen oder Krankenhäuser.

Die Ausbildungsinhalte sind unter anderem:

  • Aufbau des menschlichen Bewegungsapparats
  • krankengymnastische Behandlungstechniken
  • Massagetherapie und weitere Therapieformen
  • Grundlagen der Prävention und Rehabilitation
  • Krankheiten feststellen
  • Körperstellungen und Ausgangssituationen analysieren und bewerten
  • Entwerfen von Selbstübungsprogrammen
  • Gesetze und Regelungen im Gesundheitswesen
  • Verfassen von Berichten
  • und vieles mehr

In den praktischen Phasen im Krankenhaus lernen sie physiotherapeutische Befund- und Untersuchungstechniken kennen sowie krankengymnastische Behandlungs- und Massagetechniken anzuwenden.

Eine Ausbildungsvergütung wird in der Zeit der Ausbildung nicht gezahlt, jedoch besteht die Möglichkeit eines BAföG-Darlehens der kfw-Bankengruppe. Typische Kosten, die der Auszubildende hier zu erwarten hat, reichen von Prüfungsgebühren über Lernmittelkosten bis hin zu Auslagen für Haftpflichtversicherungen. Kosten für eine entsprechende Berufskleidung für den praktischen Teil der Ausbildung müssen ebenso vom Auszubildenden selbst getragen werden.

Arbeitsbereiche des Physiotherapeuten

Physiotherapeuten arbeiten vorwiegend in Einrichtungen des Gesundheitswesens, wie beispielsweise Krankenhäuser oder Rehabilitationseinrichtungen und in Facharzt- oder in physiotherapeutischen Praxen. Sie sind jedoch auch in Fitness-Studios oder Wellness-Einrichtungen zu finden. Vor Beginn der eigentlichen Therapie erstellt der Physiotherapeut stets einen Behandlungsplan, der individuell auf den Patienten zugeschnitten ist. Dieser Plan wird vom Physiotherapeuten regelmäßig überprüft und gegebenenfalls korrigiert bzw. angepasst.

Insbesondere im Bereich Wellness arbeiten Physiotherapeuten gezielt mit passiven Behandlungsmöglichkeiten, wie etwa verschiedenen Formen der Massage. Aber auch Rückenschule und das Erlernen von Atem- und Entspannungstechniken des Patienten gehören in den typischen Aufgabenbereich eines Physiotherapeuten. In der heutigen Zeit ist Stress der Gesundheitskiller Nummer Eins. Daher sind eben genannte Techniken eine willkommene Alternative zur gängigen Schul- und Tablettenmedizin.

Bei Muskelverspannungen und allgemeiner körperlicher Erschöpfung können beispielsweise gewisse Abfallstoffe des Körpers aus den Muskeln massiert werden. Auch Kopfschmerzen lassen sich durch die gezielte Massage eines Physiotherapeuten oftmals lindern oder komplett beheben. Durch Fußreflexzonen-Massage können Gelenke und Muskeln gelockert und teilweise organische Schmerzen behoben werden.

Wichtige erforderliche Qualifikationen und Kernkompetenzen

Da ein Physiotherapeut täglich im direkten Kontakt mit Menschen steht, ist eine gesunde Freude am Umgang mit Menschen sicherlich wünschenswert. Das schnelle Einstellen auf die Bedürfnisse der Patienten erleichtert zudem den Arbeitsalltag eines Physiotherapeuten. Durch den Umgang mit vielen verschiedenen Menschen ist der Arbeitsalltag eines Physiotherapeuten abwechslungsreich.

Physische Belastbarkeit sollte in jedem Fall mitgebracht werden, denn häufiges und langes Stehen gehört unmittelbar zum Arbeitsalltag eines Physiotherapeuten. Auch Patienten aus einem schwierigen Umfeld sollten den Physiotherapeuten vor keine allzu großen psychischen Probleme stellen. Eine gewisse mentale und psychische Stärke sollte  jeder Physiotherapeut vorweisen können.

Physiotherapeuten sollten den Patienten motivieren können, bisher erlernte Techniken beizubehalten und selbständig im Alltag fortzuführen. Ein guter Kontakt zwischen Patient und Physiotherapeut ist somit in jedem Fall von Vorteil.

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