Welche Pflanzenöle eignen sich auch für eine Massage?

Wenn man von einem Massageöl spricht, dann steckt dahinter grundsätzlich ein Pflanzenöl. Die Aufgabe des Gleitmittels ist, dass trockener oder feuchter Haut vorgebeugt wird. Würde man ohne Öl massieren, dann wären keine fließenden Massagebewegungen möglich und es wäre wesentlich unangenehmer für die Person. Man kann außerdem nicht jedes Pflanzenöl für diesen Zweck verwenden, welche sind also erlaubt?

Bevor es an die Öle geht, sei noch kurz erwähnt: Massagen werden deshalb durchgeführt und sind beliebt, weil sie Schmerzen lindern und Verspannungen lösen können. Auch profitiert der Körper insgesamt davon, da er in einen Entspannungszustand versetzt wird. Die Gründe sind demnach vielseitig und fokussieren sich nicht nur auf einen Punkt.

Hanföl

Hanföl ist von allen Kandidaten das gesündeste Pflanzenöl. Es kann nicht nur einen natürlichen Omega-3-Gehalt vorweisen, sondern es enthält auch Omega 3 SDA (dahinter verbirgt sich eine noch wirksamere Form von Omega 3). Bei den gesättigten Fetten weist es vergleichsweise niedrige Werte auf, bei den polyungesättigten Fetten sieht es genau anders aus. Zu den Inhaltsstoffen von Hanföl zählen außerdem 6 Gamma-Linolensäuren (GLA), die zum Beispiel auch in Nachtkerzenöl vertreten sind. Zu guter Letzt punktet das Öl mit einem optimalen Verhältnis zwischen Omega 6 und Omega 3. Ideal ist ein Wert von 2:1 bis 4:1, in diesem Fall sind es 3:1.

Olivenöl

Vergleicht man Olivenöl mit Hanföl, dann kommt bei den gesättigten Fetten ein Aufschlag von 40 % dazu. Des Weiteren sucht man beim Olivenöl vergeblich nach einem hohen Gehalt an Omega 3, denn es ist nicht viel davon vorhanden. Im Vergleich zum ersten Kandidaten sind es 25 mal weniger. Das Verhältnis zwischen Omega 6 und Omega 3 ist mit 10,7:1 auch nicht perfekt.

Leinöl

Grundsätzlich enthält Leinöl mehr Omega 3 als Hanföl. Das klingt auf den ersten Blick super, jedoch ist das Verhältnis nicht ganz ideal (es beträgt 0,2:1). Benutzt man es zum Kochen, dann würde auf Dauer ein Mangel an Omega 6 entstehen. Da Leinöl allerdings kein geeigneter Kandidat zum geläufigen Kochen ist, wird es wahrscheinlich erst gar nicht dazu kommen. Übrigens ist das Omega 3 nur in ALA-Form und nicht wie beim Hanföl in SDA-Form vorhanden.

Arganöl

Kostbar und teuer, so lässt sich Arganöl mit wenigen Worten beschreiben. Es wird aus der Arganfrucht hergestellt und kommt aus Marokko. Seine Kostbarkeit hat es seinen Inhaltsstoffen und seinen besonderen Eigenschaften zu verdanken, auch sind die positiven Auswirkungen auf die Haut wissenschaftlich erwiesen. Shampoos und Spülungen werden ebenfalls immer öfters damit angereichert. Dafür ist nicht viel Omega 3 vorhanden, das Verhältnis beträgt 88:1.

Selbst ein Massageöl herstellen?

Wenn gerade alle Läden geschlossen haben und die richtigen Zutaten zu Hause sind, dann kann man sein Massageöl auch selbst herstellen. Benötigt werden neben einem Basisöl (beispielsweise Jojobaöl oder Olivenöl) noch mehrere ätherische Öle. Soll es ein belebendes Ergebnis sein, dann gibt man zu 50 ml Basisöl 4 Tropfen Orangenöl, 6 Tropfen Geranienöl und 15 Tropfen Rosenholzöl. Ist alles im Glasfläschen drinnen, dann schüttelt man es durch und schon kann die Aromatherapie-Massage beginnen.

Welche Qualitätsfaktoren spielen beim Massageöl eine Rolle?

Damit ein Pflanzenöl/Massageöl einen hohen Qualitätsfaktor aufweist, müssen mehrere Faktoren stimmen. Das fängt bereits beim Rohstoff an, bei dem der Reifezustand, der Gehalt an Fremdbestandteilen und die Nacherntebehandlung stimmen müssen.

Bei der Herstellung gibt es ebenfalls unterschiedliche Wege. Gepresstes Öl (mechanische Pressung) weist die beste Qualität auf, die Produktion durch Raffination ist wesentlich schlechter. Es kommen nämlich sehr hohe Temperaturen (bis zu 250 Grad) zum Einsatz, was viele arteigene Merkmale zerstört.

Zu guter Letzt kommt es auf die Lagerung an, wie lange sich ein Öl hält. Ist die Substanz in der Pflanze drinnen, dann haben schädliche Einflüsse keine Chance. Kommen jedoch Licht und Luft ins Spiel, dann setzt sich eine chemische Kettenreaktion in Gang. Diese ist auch dafür verantwortlich, warum ein Öl ranzig werden kann und immer mehr seiner gesundheitsfördernden Eigenschaften verliert. Metalle beschleunigen den Vorgang, sodass Öle (auch für Massagen) nicht in Metalldosen aufbewahrt werden sollten.

Es gibt verschiedene Arten von Massagen

Die unterschiedlichen Arten von Massagen lassen sich grob in Ganzkörper- und Teil-Massagen einteilen. Letzteres beinhaltet zum Beispiel die Rücken- und Gesichts-Massage, üblich ist aber auch die Kombination beider Arten. Das heißt, in die Massage werden verschiedene Körperregionen mit einbezogen.

Der größte Unterschied zwischen den einzelnen Methoden sind die eingesetzten Techniken und Hilfsmittel. Nimmt man die Aroma-Massage her, dann stehen ätherische Öle im Vordergrund. Bei einer Ayurveda-Massage kommen Seidenhandschuhe zum Einsatz, die den entspannenden Effekt verstärken. Ganz anders sieht es bei einer Hot-Stone-Massage (Warmstein-Massage) aus, hier liegt der Fokus auf die Wärmeabgabe der Steine. Eine äußerst wirkungsvolle Behandlung lässt sich mit der Shiatsu-Massage erzielen, denn bei dieser Art werden unterschiedliche Körperteile, wie Knie oder Ellenbogen, eingesetzt.

Wie man also sieht, hat man eine riesengroße Auswahl. Man darf jedoch nicht vergessen, dass sich nicht alle Arten für jeden eignen. Es kommt unter anderem auf die Schmerzen an, welche Massage zu empfehlen ist und eine bestmögliche Wirkung erzielt.