Schönheitssalon eröffnen: Ihr Weg zum eigenen Kosmetikstudio

Um ein Kosmetikstudio zu eröffnen, müssen prinzipiell keine beruflichen Voraussetzungen erfüllt werden. Es empfiehlt sich allerdings, sich zuvor zur Kosmetikerin ausbilden zu lassen. Nach der Ausbildung verfügen Sie über die fachliche Qualifikation, um Kunden die bestmögliche Behandlung zukommen zu lassen. Wir erklären nachfolgend, welche Schritte auf dem Weg zum eigenen Schönheitssalon notwendig sind.

1.    Das Startkapital

Zunächst müssen Sie herausfinden, wie viel Startkapital Sie benötigen. Berücksichtigen Sie dabei die folgenden Punkte:

  • Erstausstattung des Salons
  • Miete oder Kauf der Räumlichkeiten
  • Finanzielle Überbrückung der ersten Monate
  • Handwerkertätigkeiten
  • Gewerbeschein und Eintragungen
  • Steuerberatung
  • Löhne für Mitarbeiter
  • Ausgaben für Marketingmaßnahmen

Als Gründer stehen Ihnen verschiedene Finanzierungsmöglichkeiten zur Verfügung. Naheliegenden ist meist die Aufnahme eines Kredits, um die Erstausstattung des Schönheitssalons bezahlen zu können. Vom Arbeitsamt besteht zudem die Chance, einen Grünungszuschuss zu erhalten. Wer sich nicht finanziell verpflichten möchte oder die Kriterien für den Zuschuss vom Amt nicht erfüllt, kann Bausparverträge oder Lebensversicherungen kündigen. Sie können sich auch die Finanzmärkte ansehen und gewinnorientiert in Aktien und Anleihen investieren. Oder starten Sie eine Crowdfunding-Kampagne, um Ihren Schönheitssalon mit der Hilfe einer Crowd finanzieren zu können.

2.    Eintragungen und Gewerbeanmeldung

Die Gewerbeanmeldung wird bei der örtlichen Anmeldestelle durchgeführt. Mit dem ausgestellten Gewerbeschein erfolgt dann der Eintrag in das Verzeichnis der handwerksähnlichen Gewerbe. Dies erfolgt bei der regional zuständigen IHK. Für die Gewerbeanmeldung und die Eintragungen werden zwischen 100 und 120 Euro fällig.

3.    Preiskalkulation und Angebotsentwürfe

Wenn Sie den Gründungszuschuss oder einen Kredit beantragen, fällt dieser Schritt als Erstes an, da er ein Teil des notwendigen Businessplans darstellt. Mit dem Entwerfen Ihrer Angebote legen Sie Preise fest und strukturieren Ihre Behandlungen. Sie können sich auf eine besondere Nische spezialisieren, zum Beispiel Anti-Aging, oder eine breite Palette anbieten.

Für die Festlegung Ihrer Verkaufspreise ist es ratsam, sich bei der Konkurrenz umzusehen. Berücksichtigen Sie bei der Kalkulation Ihre Fixkosten und den zu erwartenden Gewinn. Mit diesen Werten können Sie errechnen, wie viel Geld Sie am Tag oder in der Woche verdienen müssen, um die gewünschten Einnahmen zu erzielen. Anschließend machen Sie sich Gedanken darüber, an wie vielen Tagen Sie im Jahr arbeiten möchten und wie viele Behandlungen Sie täglich durchführen können.

4.    Eröffnung und Marketing

Sobald Sie den perfekten Standort für Ihr Studio gefunden haben, der Salon eingerichtet ist und die Preise festgelegt sind, steht endlich die Eröffnung bevor. Verteilen Sie noch vor dem Eröffnungstag Flyer, schalten Sie online Werbeanzeigen und inserieren Sie in der regionalen Zeitung. Versuchen Sie so viele Menschen wie möglich auf sich aufmerksam zu machen, um bereits vom ersten Tag an Personen in Ihren Salon zu locken. Für die Eröffnung können Sie mit speziellen Angeboten werben, beispielsweise einem Preisnachlass für die erste Behandlung. Auch ein Tag der offenen Tür oder eine kleine Feier mit Sektausschank, Häppchen und einer Tombola bringt garantiert zahlreiche potenzielle Kunden in Ihr neues Kosmetikstudio.

Auch wenn der Schönheitssalon bereits die ersten Stammkunden aufweist, sollte das Marketing nicht vernachlässigt werden. Bleiben Sie in den sozialen Netzwerken aktiv, indem Sie über neue Angebote informieren. Mit Einverständnis Ihrer Kunden können Sie auch Fotos und Videos Ihrer Behandlungen online stellen, um noch mehr Personen auf Ihr Kosmetikstudio aufmerksam zu machen.