Massagetechniken bei Muskel- und Gelenkschmerzen

Beim Umzug des Freundes das schwere Sofa hoch geschleppt und am nächsten Tag tut alles weh? Muskeln und Gelenke müssen im Alltag einiges aushalten – keine Wunder, dass sie ab und an schmerzen. Mit diesen Massage-Techniken können die Beschwerden gelindert werden.

Was sind die Ursachen von Muskel- und Gelenkschmerzen?

Unangenehme Muskel- und Gelenkschmerzen können verschiedene Ursachen haben und sowohl akut als auch chronisch sein. Am häufigsten treten Gelenk- und Muskelschmerzen infolge von Überbelastungen oder Verletzungen auf. Daneben sind jedoch auch Erkrankungen wie Arthritis (Gelenkentzündung) oder eine Fibromyalgie (Faser-Muskel-Schmerz) mögliche Ursachen. Deshalb sollten sehr starke oder andauernde Schmerzen unbedingt von einem Arzt abgeklärt werden.

Was hilft gegen Muskel- und Gelenkschmerzen?

Es gibt eine Reihe von Methoden, um Muskel- und Gelenkschmerzen zu lindern. Um nachhaltig Gelenkschmerzen vorzubeugen und die Muskulatur zu stärken, ist regelmäßiger Sport wichtig. Denn Bewegung wirkt wie eine Art Massage für die Knorpel. Für Menschen, die viel am Schreibtisch arbeiten, können Rückenübungen für jeden Tag sinnvoll sein. Bei akuten Muskelschmerzen werden folgende Methoden empfohlen:

• Wärme: Eine Wärmflasche auf der schmerzenden Stelle kann die Beschwerden abschwächen. Bei einer akuten Entzündung sollte hingegen auf Wärme verzichtet werden.
• Kältekompressen: Im Fall von akuten Entzündungen ist eine Kühlung der entsprechenden Stelle, zum Beispiel durch in Tücher eingeschlagene Kühlelemente, wirkungsvoll.
• Entspannungsbad: Ein warmes Schaumbad tut dem Körper nicht nur wegen der angenehmen Wärme gut. Ein Bad wirkt außerdem entspannend und Stress reduzierend. Zusätzlicher Tipp: Sie können zwei Tassen Apfelessig dazu schütten, denn dieser wirkt entzündungshemmend und lindert so den Schmerz.
• Yoga: Auch leichte Bewegungssportarten sind geeignet, um die Schmerzen zu verringern und den Stress abzubauen.

Darüber hinaus ist viel Trinken bei Muskelschmerzen wichtig. Hat der Körper ausreichend Flüssigkeit, kommen wichtige Nährstoffe schneller zu den beschädigten Muskelzellen. Dadurch wird der Heilungsprozess beschleunigt.

Verschiedene Massage-Techniken sind wirksam

Neben den genannten Tipps, sind vor allem Massagen bei Muskel- und Gelenkschmerzen eine optimale Behandlungsmethode. Sie fördern die Durchblutung und machen Gelenke wieder besser beweglich. Nicht ohne Grund beginnen wir bei Muskelschmerzen intuitiv damit, die betroffene Stelle zu kneten und zu streicheln. Zusätzlich haben Massageöle wie Rosmarin- oder Lavendelöl eine beruhigende Wirkung. Nicht zu vergessen die psychische Entspannung: Streicheleinheiten berühren nicht nur die Haut, sondern auch die Seele.

Bei starken oder chronischen Schmerzen sollte ein Physiotherapeut oder ein professionell ausgebildeter Masseur die Behandlung durchführen. Dieser kann durch das Kneten von Muskeln und Gewebe Muskel- und Gelenkschmerzen lösen und Empfehlungen geben, wie Fehlbelastungen zukünftig vermieden werden können. Mit einigen einfachen Massagetechniken kann man dem Körper auch selbst etwas Gutes tun, zum Beispiel:

Die Technik mit dem Massageball

Sitzen die Schmerzen an Stellen, an denen man selbst hinkommt, ist das Massieren mit einem Massage- oder Tennisball eine geeignete Massagetechnik. Dazu wird der Ball auf eine beliebige Körperstelle gelegt und dann langsam bewegt. Der Ball wird solange hin und her gerollt, bis die schmerzende Körperstelle gefunden wurde. Über diese Stelle wird er nun etwa zehnmal ganz langsam geschoben. Der Druck kann langsam erhöht werden. Mit dieser Massagetechnik können Muskelverhärtungen, sogenannte Triggerpunkte, gezielt gelöst werden.

Massage-Technik mit der Faszienrolle

Im Trend sind zurzeit sogenannte Faszienrollen, mit denen verklebte Faszien gelöst werden können. Mit Faszien ist das Bindegewebe inklusive Gelenk- und Organkapseln, Bänder und Sehnen gemeint. Gesunde, elastische Faszien helfen wieder beweglicher und schmerzfreier zu werden.

Mithilfe des eigenen Körpergewichts und den Bewegungen auf den Schaumstoffrollen werden Muskeln und Bindegewebe stimuliert und besser durchblutet. Es kann gut sein, dass die Behandlung mit der Faszienrolle die ersten Male weh tut. Nach einigen Trainingseinheiten bessert sich das jedoch und Verspannungen werden merklich gemindert. Durch das Rollen am Boden kann auch der Rücken, der ansonsten schlecht selbst massiert werden kann, trainiert werden. Körperteile wie Beine oder Arme können jedoch ebenfalls mit der Rolle „massiert“ werden, was Gelenk- und Muskelschmerzen effektiv vorbeugt.